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„E-Recruiting-Tool 4.0“ gegen „Mitarbeiter 1.0“ - Blog - CreaLengo GmbH - Bildung & Coaching

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„E-Recruiting-Tool 4.0“ gegen „Mitarbeiter 1.0“

Herausgegeben von in Führung ·
Tags: ERecruitingBewerberPersonalerHR
Dieses Jahr gab es an der Personal Swiss wieder mehr Firmen, die sich mit E-Recruiting beschäftigten. Sie boten Tools an, die die Bewerber automatisch in Kategorien einteilen und je nach Alter und Nationalität unbemerkt aussortieren können. Es gibt sogar schon automatische Stimmanalysen für Kandidaten, um so herauszufinden, ob jemand teamfähig sei. Dies und viele andere wirre und komische Auswüchse an künstlicher Intelligenz werden angeboten, um Menschen zu kategorisieren.

Wieso tun Personalbüros das? Wieso geben sie viel Geld aus, damit Maschinen ihre Arbeit tun?

Jeder der schon mal Personal eingestellt hat, weiss, dass dies sehr viel Arbeit ist. Man liest stundenlang Lebensläufe durch und sucht sich die besten Dossiers heraus, um die Menschen dahinter zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Dabei machen wir alle Fehler. Der Kandidat, der am Vorstellungsgespräch so vielversprechend gewirkt hat, ist für den Betreib komplett unbrauchbar und es folgt eine Entlassung in der Probezeit. Danach geht die Suche wieder von (fast) vorne los.

Es scheint also einfacher, ein Tool zu kaufen, dass einem diese schwierige Arbeit abnimmt. Das Tool wird ebenfalls falsche Kandidaten vorschlagen, die wir einstellen und wieder entlassen werden. Allerdings können wir dann die Schuld von uns weisen. Das Recruiting-Tool hat versagt.

Wie soll ein E-Recruiting-Tool wissen
  • ob der Bewerber teamfähig ist? Es müsste doch zuerst das bestehende Team ganz detailliert kennen. Es gibt keine Standard-Teams, genau so wenig, wie es Standart-Mitarbeiter gibt. Hier nützen auch keine noch so guten Stimmanalysen.
  • wer mit wem gut zusammenarbeiten kann, wenn es die bestehenden Mitarbeiter nicht kennt?
  • ob der Bewerber nicht nur ein theoretisches Wissen (Diplome) hat, sondern es auch praktisch umsetzten kann?
  • ob nicht sogar ein 55-jähriger mit seiner vielseitigen Berufserfahrung schlussendlich kostengünstiger in der Gesamtrechnung ist, als ein 35-jähriger?

Natürlich ist es einfacher, 400 Bewerbungen einem Computerprogramm zu überlassen, als sie selber durchzuarbeiten.

Sollten wir dann nicht einfach die Suche nach passenden Mitarbeiter optimieren, statt eine Breitseite mit einem nichtssagenden Stelleninserat gesamtschweizerisch auf dem grössten Portal zu publizieren?
  • Gezielte Suche nach passenden Skills statt langweilige Grossinserate, die von der Marketing-Abteilung gestaltet werden?
  • Menschen suchen Menschen statt Maschine sucht Perfektion?

Mitarbeiter müssen zum Team und der Vision der Firma passen, nicht zum E-Recruiting-Tool.




1 Kommentar
Hölzl Bernadette
2017-04-16 15:54:34
Ja, das sehe ich genau so. Wenn die Firmen selber konsequenter in die wirklichen Kriterien für Bewerber investieren würden, bräuchte es keine langweiligen Grossinserate. Ein Satz oder 2 mit den wichtigsten Kompetenzen, die absolut zwingend sind. Kostet weniger und bringt auch neugierige Bewerber, die keine langen Listen mit Standardfloskeln benötigen...

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