google-site-verification: google3a3ac3d282b40da9.html

Arbeitslos – was nun? - Blog - CreaLengo GmbH - Bildung & Coaching

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Arbeitslos – was nun?

Herausgegeben von in Stellensuche ·
Tags: StellensucheRAVBewerbungLebenslauf
Wir leben in einer Zeit voller Umstrukturierungen. Es kann plötzlich passieren, dass selbst ein guter Mitarbeiter entlassen wird. Entweder wegen einen Reorganisation oder einfach, weil seine Arbeitskraft nicht mehr gebraucht wird. Nicht immer ist es die Schuld des Mitarbeitenden. Menschen, die sich über die Arbeit definieren, betrifft es besonders hart. Sie haben Tag und Nacht eine gute Leistung gebracht und bekommen trotzdem den „blauen Brief“.
Für diesen Wendepunkt im Leben habe ich Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

Die Kündigung
Falls Sie vor die Wahl gestellt werden selber zu kündigen oder gekündigt zu werden, empfehle ich ihnen, dass Sie sich vom Chef kündigen lassen. So können Sie früher Geld von der Arbeitslosenkasse beziehen und haben auch noch andere Vorteile beim RAV. So erhalten Sie bei Spezialfällen mehr Unterstützung. Eine Vertragsauflösung sollten Sie genau überdenken. Niemand darf Sie dazu zwingen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten und unterschreiben Sie nichts.

Das Arbeitszeugnis
Sie haben laut dem Obligationenrecht Art. 330a jederzeit Anrecht auf ein Zwischenzeugnis oder ein Schlusszeugnis. Dabei ist es egal, ob Sie temporär eingestellt worden sind oder wie lange Sie schon da arbeiten. Der Arbeitnehmer alleine darf entscheiden, ob er ein Zeugnis oder eine Arbeitsbestätigung möchte.
Lassen Sie sich das Zeugnis von einer Fachperson durchlesen und auf verbotene Codes oder versteckter Zeugnissprache untersuchen.

Fangen Sie sofort mit der Stellensuche an
Sobald Sie die Kündigung erhalten haben, sollten Sie sofort mit der Stellensuche anfangen. Notieren Sie sich die Firmen, bei denen Sie sich beworben haben. Diese Liste müssen Sie später beim RAV vorweisen können. Ich empfehle 6 und mehr Bewerbungen pro Monat zu machen. Falls Sie keine Bewerbungsbemühungen vorweisen können, drohen Ihnen Sanktionen. (Nachtrag: Gemäss einem Gerichtsurteil werden neu 10-12 Bewerbungen pro Monat erwartet)

Melden Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde oder beim RAV
Um keine Taggelder zu verlieren, sollten Sie sich spätestens am ersten Tag ihrer Arbeitslosigkeit anmelden. Ich empfehle Ihnen, dies sogar schon im Vormonat zu tun. Nehmen Sie Folgendes für die Anmeldung mit:
·         Ihren Ausweis (ID, Pass)
·         Ausländische Staatsangehörige: Ausländerausweis oder Niederlassungsbewilligung
·         AHV-Ausweis
·         Wohnsitzbescheinigung oder Schriftenempfangsschein der Wohngemeinde.
Beim ersten Beratungsgespräch mit dem RAV nehmen Sie zusätzlich mit:
·         Kündigungsschreiben
·         Arbeitszeugnis
·         Die Bemühungen für die Stellensuche
·         Ihren Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (Anschreiben)
Für die Arbeitslosenversicherung brauchen Sie
·         Ihr Kündigungsschreiben
·         Die Lohnabrechnung
·         Weitere Punkte besprechen Sie mit der zuständigen Person. Meistens bekommen Sie von RAV oder der Wohngemeinde eine Liste

Anspruch auf Arbeitslosengeld (Taggelder)
Unter folgenden Voraussetzungen haben Sie Anspruch auf Taggelder
·         Sie melden sich rechtzeitig beim RAV oder auf Ihrer Wohngemeinde
·         Sie sind teilweise oder ganz arbeitslos
·         Sie haben Wohnsitz in der Schweiz
·         Sie haben die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und haben das AHV Alter noch nicht erreicht.
·         Sie sind vermittlungsfähig
·         Sie waren zuvor in einem Angestelltenverhältnis
·         Sie wollen arbeiten und nehmen eine zumutbare Stelle an, auch wenn Sie nicht zu 100% Ihren Träumen entspricht
·         Sie folgen den Anweisungen des Beraters beim RAV
·         Weitere Punkte besprechen Sie mit Ihrem RAV Berater

Bewerbungskurse / Standortbestimmungskurse
In den meisten Kantonen werden die Stellensuchenden so schnell wie möglich in Bewerbungskurse eingeteilt. Diese sind dann für den Stellensuchenden obligatorisch. Bei Nichterscheinen werden Taggelder abgezogen.
Ich empfehle dringend diese Kurse zu besuchen. Nicht wegen den Sanktionen, sondern weil sich in den letzten Jahren der Bewerbungsprozess stark geändert hat. Lassen Sie sich helfen und aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf und erfahren Sie, wie die Motivationsschreiben heute geschrieben werden. Sie steigern Ihre Chance auf eine gute Stelle enorm.

Zusätzliche Coachings oder Beratungen
Holen Sie sich Hilfe, falls Sie diese benötigen. Sie brauchen die passende Strategie für die Stellensuche. Heute bewerben sich pro offene Stelle zwischen 50 und 500 Personen. Sich hier nur auf sein Glück zu verlassen, grenzt an einen Lotterie. In den Bewerbungskursen lernen Sie bereits viel über diese Strategien. Falls Sie aber mehr brauchen, suchen Sie sich eine Fachperson.

Was fangen Sie nun mit der freien Zeit an?
Sie brauchen weder mit gesenktem Haupt durch die Strassen zu gehen noch sich schlecht zu fühlen, nur weil sie arbeitslos sind. Erlauben Sie sich, das Leben zu geniessen. Wer positiv denkt und eingestellt ist, hat auch mehr Chancen eine gute Stelle zu finden.
Tipps und Tricks gegen die Stellensuche-Melancholie finden Sie hier.

Die Blogs sind nun alle auch auf Twitter




3 Kommentare
Martina
2016-07-26 18:03:14
Die Anzahl der geforderten Arbeitsbemühungen liegen mittlerweile bei mindestens 15 - 20 im Monat.
Corina Zingg
2016-07-28 10:21:10
Guten Tag Frau Martina

Besten Dank für Ihren Input. Solange man sich noch nicht offiziell arbeitslos ist, sollte man so viele Bewerbungen wie möglich machen, aber mindestens 6 pro Monat.

Sie haben jedoch ebenfalls Recht. Je nach Beruf und Alter verlangt der RAV Berater später von 6 bis 20 Bewerbungen p/M. Falls Sie aber Mühe haben, die gewünschte Anzahl Bewerbungen zu verschicken, sprechen Sie das beim nächsten Termin an. Ich bin sicher, Sie werden zusammen bestimmt eine Lösung finden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Finden der richtigen Stelle.

Freundliche Grüsse
Corina Zingg
Daniel Schlachter
2016-07-30 17:38:39
Guten Tag Frau Zingg

Vorerst finde ich Ihren Artikel sehr gut. Er gibt viele Informationen. Zu der Anzahl Bewerbungen pro Monat ist es leider schon so, dass es sehr auf den Berater ankommt (das Gesetz und die Verordnung scheint da Spielraum zu geben). Nicht zu vergessen ist, dass eine telefonische Anfrage auch als Bewerbung gelten kann. Es sollten aber nicht nur mündliche Bewerbungen sein. Und auch hier kommt es wieder auf den RAV-Berater an.

Einen Tipp für Ü50-Stellenlose möcht ich hier anbringen, da weder Arbeitgeber, noch die Versicherung entsprechend orientieren:
Da in dieser Altersgruppe eine Langzeitstellenlos immer mögich ist, oder gar eine Aussteuerung droht, sollte bei Austritt aus dem Anstellungsverhältnis die Pensionskasse angewiesen werden, zwei Freizügigkeitskonti- oder -Policen erstellen zu lassen. Man kann so viel Steuern beim Auszahlen der Freizügigkeit sparen. Insbesondere im Kanton liegt der zusätzliche Steueraufwand schnell mal bei 5000 - 10000 CHF. - Muss ja nicht sein.

Freundliche Grüsse
Daniel Schlachter

Copyright 2014-2017. All rights reserved
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü