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„Das Arbeitsverhältnis musste seitens der Firma wegen Veruntreuung gekündigt werden.“ - Was nun? - Blog - CreaLengo GmbH - Bildung & Coaching

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„Das Arbeitsverhältnis musste seitens der Firma wegen Veruntreuung gekündigt werden.“ - Was nun?

Herausgegeben von in Stellensuche ·
Tags: VeruntreuungBewerbungStellensucheStrategie
 
Herr Frederik wurde gefeuert. Im Zeugnis stand: „Das Arbeitsverhältnis musste seitens der Firma wegen Veruntreuung des Arbeitsnehmers gekündigt werden.“ Das war ein Schlag in die Magengrube. Noch nie hatte er gestohlen, nicht mal einen Kaugummi als Kind. Das war nicht sein Stil. Es war alles doch nur ein Missverständnis. Ich liess ihn erzählen, was genau vorgefallen war. Hier seine Geschichte:
 

 
Seit 4 Jahren arbeitete er als Vertreter in einer grossen Firma. Er hatte soeben einen grossen Auftrag an Land gezogen und wurde zusammen mit seiner Chefin nach Wien eingeladen. Hier wurde dieser Millionenauftrag unterschrieben. Vom Kunden wurden sie anschliessend noch in die Oper eingeladen. Herr Frederik war begeistert. Er liebte die klassische Musik und die Staatsoper war schon immer mal sein Ziel.
 

 
Er wollte sich daher auch entsprechend kleiden. Er nutzte die Möglichkeit, sich in Wien einen tollen, feierlichen Anzug zu kaufen. Da er nächstes Jahr mit seiner Frau eine Kreuzfahrt machen wollte, würde er ihn auch mehrere Male tragen können. So ging er in ein entsprechendes Geschäft und fand genau, was er gesucht hat. Er passte wie angegossen und Herr Frederik war glücklich.
 

 
Plötzlich fiel ihm ein, dass er seine Kreditkarte aus Sicherheitsgründen im Ausland gesperrt hat. Das war jetzt blöd. Leider war eine Zahlung auf Rechnung auch nicht möglich. Also griff er kurzerhand zu der Firmenkreditkarte. Er wollte den Betrag übermorgen zurückzahlen, sobald er zuhause angekommen war.
 

 
Die Firma hatte das jedoch sofort bemerkt und ihn fristlos entlassen. Alles Erklären half nichts mehr. Seine gute Arbeit in den letzten Jahren und den Grossauftrag konnten ihn nicht mehr retten. Auch mit einer Rechtshilfe war es nicht mehr möglich, dieses Zeugnis umzuschreiben. Die Firma blieb stur und bestand auf die Formulierung. Herr Frederik war verzweifelt. Mit so einem Vermerk im Zeugnis fand er bestimmt keine Stelle mehr.
 

 
Nun musste er also eine neue Strategie entwickeln. Er bewarb sich ausschliesslich mit Initiativbewerbungen. Er liess sich einen Termin geben und brachte seine Unterlagen persönlich vorbei. Er erkläre dem Chef, was genau vorgefallen war und was er in seiner Naivität gemacht hatte. Nach einiger Zeit fand er jemanden, der ihm eine neue Chance gab. Zuerst ohne Zugriff auf Geld, dann über kleine Beträge und schliesslich bekam er wieder das volle Vertrauen zurück.
 

 
Es war ein schönes Gefühl, Herr Frederik wieder lachen zusehen. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die anderen eine Chance geben. Egal was passiert ist. Vor allem, wenn es so ein Blödsinn war.





1 Kommentar
Tobi
2015-11-29 15:22:53
Schöne Geschichte, so wie immer an dieser Stelle.

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