Keine Chance für den Morgenmuffel oder eine kleine Lektion in Kundenfreundlichkeit von Fachleuten - Blog - CreaLengo GmbH - die Spezialistin für Bewerbungstrends

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Keine Chance für den Morgenmuffel oder eine kleine Lektion in Kundenfreundlichkeit von Fachleuten

CreaLengo GmbH - die Spezialistin für Bewerbungstrends
Herausgegeben von in Kommunikation ·
Tags: MotivationKommunikationServiceFreundlichkeit
„Ich buche Ihnen dieses Mal ein spezielles Hotel, Sie werden begeistert sein“ meinte Herr Müller vom Empfang. Schon mehrere Male arbeitete ich für diesen Betrieb als externe Ausbilderin. Ich mochte diese Firma und die Mitarbeiter. In diesen Führungskursen hatten wir alle eine Menge Spass und wir erreichten tolle Ergebnisse. Was ich aber weniger möchte, war das auswärts Übernachten. St. Gallen aber war zu weit weg, als dass ich einfach am Morgen anreisen konnte.

Am Abend vor dem Kurs checkte ich also ein. Ich stellte den Wecker so, dass mir für die Vorbereitung genügend Zeit blieb. Schlaftrunken schlenderte ich in den Frühstücksraum. „Guten Morgen“ sagte der Kellner am Eingang laut und gutgelaunt. Ich grüsste ihn murmelnd und nahm Platz. Erst jetzt wurde mir bewusst, was ich gerade gesehen hatte. Der Kellner hatte unverkennbar ein Down-Syndrom. Ich schaute um mich um und bemerkte, die Meisten vom Personal schienen ein Handycap zu haben.

„Kaffee oder Tee“ fragte mich die junge Frau schief grinsend. Ich bestellte mir meinen heissgeliebten Espresso. Am Büffet holte ich mir einen Orangensaft. Sofort stürzte sich ein junger Kellner auf den Krug und rannte damit in die Küche, um ihn wieder aufzufüllen.

Ich beobachtete das Geschehen um mich herum. Jeder Mitarbeiter war für einen anderen Bereich zuständig. Wie die Adler beobachteten sie diesen und sobald sich jemand beim Käse oder der Wurst bedient hatte, grinsten sie breit und rannten sofort in die Küche, um den Teller aufzufüllen. Jeder fühlte sich wichtig und gab sein bestes. Einer summte leiser eine Melodie. Diese Energie übertrug sich im Laufe des Frühstücks auf mich. Meine Laune wurde immer besser und der Morgenmuffel in mir hatte keine Chance mehr.

Wie schön wäre es, überall diese motivierten Mitarbeiter zu haben, dieses breite Grinsen auf den Gesichtern zu sehen und ab und zu ein kleines Liedchen zu hören? Das nächste Mal, wenn ich wieder in St. Gallen arbeiten werde, möchte ich wieder im Hotel Dom in der Altstadt übernachten. Dieses Mal werde ich aber früher aufstehen, damit ich diesen Service in vollen Zügen geniessen kann. Gute Laune ist unbezahlbar!




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