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Die etwas andere Weihnachtsgeschichte: „Der Nikolaus wird reorganisiert“

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Tags: ReorganisationSantaClausNikolausStellensuche
„Lieber Nikolaus“ sagte der Geist der Weihnachten, „du bist schon sehr lange für uns tätig. Ich denke, es sind nun schon mehr als 1500 Jahre her, als du den Kindern das erste Mal etwas gebracht hast. Damals wolltest du verhindern, dass die Kinder über die heilige Zeit hungern mussten. Nun hat sich so Vieles geändert.“ „Ja, “ meint der Nikolaus, „die Kinder wollen nun keine Nüsschen und Mandarinen mehr, sondern eher Smartphones und Tablets. Dazu kennt kaum einer mehr ein schönes Gedicht.“

„Tja, darüber sollten wir mal sprechen.“ Der Geist der Weihnacht setzt sich auf den grossen roten Schaukelstuhl und faltet die Hände. Langsam rückte er seine Brille zurecht und schaut verlegen zu Boden „Vielleicht solltest du mal über eine Pensionierung nachdenken. Du könntest dir doch mit deinem Esel aufs Alter etwas Ruhe gönnen. Mach mal Urlaub. Wie wärs mit der Karibik?“

„Und was soll denn aus den Kindern werden? Die warten doch auf mich.“ Fragt der Nikolaus. „Wir hätten da eine Idee. Coca Cola hat uns 1931 einen neuen Mitarbeiter gesponsert. Er heisst Santa Claus und trägt statt einer Mitra eine rote Zipfelkappe mit weissem Pelz.“

„Soll das heissen, dass ich mich anders anziehen soll, damit ich wie so ein Kuschelbär aussehe?“ fragt Nikolaus entsetzt. „Santa Claus ist auch sehr viel effizienter als du“, meint der Geist der Weihnacht. „Er bringt die Gaben nicht zu Fuss mit dem Esel, sondern mit seinem fliegenden Renntier Rudolf. Er wirft die Geschenke einfach über Nacht in den Kamin. Keine Gedichtchen, keine Geschrei…“ „…und keine leuchtenden Kinderaugen…“ erwidert Nikolaus. „Meinst du das wirklich ernst?“

„Ja, wir müssen halt reorganisieren. Es gibt immer mehr Menschen auf dieser Welt. Das kannst du doch nicht mehr alleine mit dem Esel machen.“ Der Geist der Weihnachten rutscht ungeduldig auf dem Stuhl hin und her.

„Was soll ich denn tun? Ich kann mich doch nicht schon mit 1600 Jahren pensionieren lassen. Die Altersvorsorge reicht doch nicht, und was soll ich mit der freien Zeit anfangen? Auf dem Schaukelstuhl sitzen und mir den Bart kämmen? Ich bekomme doch in meinem Alter keinen anderen Job mehr.“

„Ich hätte dir da was“ meinst der Geist der Weihnachten, „Im Kaufhaus brauchen die noch einen Santa für die Besucher. Du müsstest dazu nur noch deine Mitra mit der roten Mütze tauschen…“




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